Ölschiefer

 
Stein

Der Schwäbische Ölschiefer gehört zu den ganz wenigen einheimischen Gesteinsarten, die im Möbelhandwerk verarbeitet werden. Im Unterschied zu den kristallinen Urgesteinen aus den Tiefen der Erdkruste, wie Granit, Quarzit und Gneis, gehört er zu den Ablagerungsgesteinen der jüngeren Erdgeschichte. Während der Jura Epoche vor ca. 180 Millionen Jahren, das organische Leben auf unserem Planeten war bereits 500 Millionen Jahre alt, waren weite Teile des heutigen Europas vom Jurameer überflutet.


Aus versteinertem Meeresschlick, durchsetzt von unzähligen abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Lebewesen, entstand damals eine Gesteinsschicht, die durch Auffaltung die heutigen Mittelgebirge vom Schweizer über den Schwäbischen bis zum Fränkischen Jura bildeten. Am Nordrand der Schwäbischen und Fränkischen Alb treten diese Ölschiefervorkommen an die heutige Erdoberfläche und können im Tagebau erschlossen werden. Die Faszinationskraft der steinernen Zeugnisse aus der Frühzeit des Lebens, wie z.B. die Ammoniten, die in dem wenige Meter mächtigen Flöz zu finden sind, heben diese Gesteinsart von allen anderen ab.


Wir verarbeiten den Schwäbischen Ölschiefer in zwei möglichen Varianten:
Spaltrau, in der klassischen kaffeebraunen Farbe, die die Platten aus der Mitte des aufgespaltenen Flözes besitzen.
Bruchrau, in der etwas helleren Grundtönung mit den vielfältigen Einlagerungen kleinster Muscheltiere, wie sie sich in der obersten Schicht des Flözes finden.
Auf Wunsch können wir in diese Platten besondere versteinerte Exponate einarbeiten, Ammoniten in verschiedensten Größen.

 
 
 
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