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Der Schwäbische Ölschiefer gehört zu den ganz wenigen einheimischen Gesteinsarten, die im Möbelhandwerk verarbeitet werden. Im Unterschied zu den kristallinen Urgesteinen aus den Tiefen der Erdkruste, wie Granit, Quarzit und Gneis, gehört er zu den Ablagerungsgesteinen der jüngeren Erdgeschichte. Während der Jura Epoche vor ca. 180 Millionen Jahren, das organische Leben auf unserem Planeten war bereits 500 Millionen Jahre alt, waren weite Teile des heutigen Europas vom Jurameer überflutet.

Aus versteinertem Meeresschlick, durchsetzt von unzähligen abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Lebewesen, entstand damals eine Gesteinsschicht, die durch Auffaltung die heutigen Mittelgebirge vom Schweizer über den Schwäbischen bis zum Fränkischen Jura bildeten. Am Nordrand der Schwäbischen und Fränkischen Alb treten diese Ölschiefervorkommen an die heutige Erdoberfläche und können im Tagebau erschlossen werden. Die Faszinationskraft der steinernen Zeugnisse aus der Frühzeit des Lebens, wie z.B. die Ammoniten, die in dem wenige Meter mächtigen Flöz zu finden sind, heben diese Gesteinsart von allen anderen ab.

Wir verarbeiten den Schwäbischen Ölschiefer in zwei möglichen Varianten:

Wir verarbeiten den Schwäbischen Ölschiefer in zwei möglichen Varianten:
  • Spaltrau, in der klassischen kaffeebraunen Farbe, die die Platten aus der Mitte des aufgespaltenen Flözes besitzen.
  • Bruchrau, in der etwas helleren Grundtönung mit den vielfältigen Einlagerungen kleinster Muscheltiere, wie sie sich in der obersten Schicht des Flözes finden.
  • Auf Wunsch können wir in diese Platten besondere versteinerte Exponate einarbeiten, Ammoniten in verschiedensten Größen.


Allgemeine Pflegeanleitung
  • Diese Steinplatten sind durch ihren natürlichen Ölgehalt sehr pflegefreundlich. Es genügt die Reinigung mit einem feuchten Tuch. Die natürlichen Öle neigen allerdings im Laufe der Zeit dazu, zu verdunsten. Besonders in der Nähe von Heizkörpern oder im direkten Einstrahlungsbereich von Sonnenlicht trocknet die Oberfläche stark aus und führt zu einem deutlichen Aufhellen und Vergrauen. Wir empfehlen hier eine regelmäßige Pflege mit Draenert Ölschiefer-Pflege ÖP1. Dadurch erhält die Platte ihren satten Braunton zurück. Sollte allerdings ein Ammonit in die Platte eingelassen sein, achten Sie darauf, dass dieser nicht mit dem Pflegemittel eingelassen wird, er kann dadurch deutlich seine Farbe verändern.
  • Sollte die Platte Wasserränder oder andere Flecken bekommen haben, so können diese mit der Ölschiefer-Reinigung SR1 entfernt und danach die Platte wieder mit der Ölschiefer-Pflege ÖP1 eingelassen werden.
  • Ölschiefer ist ein relativ weiches Gestein und kann daher durchaus verkratzt werden, also Vorsicht mit harten spitzen Gegenständen.




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Natursteinkatalog

Materialinformation zu Hartgesteine

Materialinformation zu Weichgesteine

Materialinformation zu Ölschiefer

Materialinformation zur Plattenstruktur

      
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