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Marmor - Kalkstein - Travertin - Sandstein

Marmore nehmen unter den vielen Natursteinarten, die Draenert verarbeitet, eine besondere Stellung ein. Von ihrer Entstehungsgeschichte her gehören sie zu den jüngeren Gesteinsarten. Sie haben sich als Ablagerungen (Sedimente) in den Urmeeren in mächtigen Schichten aus im Wasser gelöstem Kalk oder aus den Kalkschalen abgestorbener Lebewesen über Jahrmillionen aufgebaut. Wo diese Schichten in die Tiefe der Erdrinde abgetaucht sind, wurden sie zunehmendem Druck und Temperatur ausgesetzt und ihr Kalkanteil begann in der Folge auszukristallisieren (Metamorphose). Ihr signifikantes Merkmal ist das brillante Glitzern der Kristalle im Sonnenlicht. Bei den grobkörnigen Varianten entsteht hierdurch eine zauberhafte optische Tiefenwirkung. Dieses geheimnisvolle Durchscheinen macht die Gesteinsart zum Klassiker in Architektur und Bildhauerei. Die Farben der Marmore bewegen sich weitestgehend in weißen bis zart farbigen Pastelltönen. Bei ganz wenigen Sorten finden wir aber auch tief schwarze Einlagerungen. Typisch für einige Marmorsorten ist eine feine Porenbildung (Gasbläschen) im Stein, die sich in der polierten Fläche als kleine Krater abzeichnet.

Die Kalksteine gehören ebenfalls zur Gruppe der Ablagerungsgesteine und sind gewissermaßen die zeitlichen Vorläufer der Marmore. Hier hat noch keine kristalline Umwandlung stattgefunden. Diese Gruppe zeichnet sich durch eine faszinierende Farbenvielfalt und eine ausdrucksvolle, gebänderte oder geaderte Zeichnung aus. Sie sind einerseits sehr gut polierfähig, andererseits von unzähligen feinen Haarrissen durchzogen und, wie alle anderen kalkhaltigen Gesteine auch, besonderes säureanfällig. Aus diesem Grund werden einige wenige dieser Steine im Unterschied zu fast allen anderen von uns mit einer speziellen Lackimprägnierung oberflächengeschützt. Sie erhalten dadurch einen feinen Seidenglanz.

Eine besondere Form feinkristallinen Kalksteins sind die Gesteine, die unter der Bezeichnung Onyx (Kalksinter) geführt werden. Wenn an heißen Quellen kalkhaltige Lösungen spontan erkalten, entsteht das Mineral Aragonit, ein Verwandter von Kalk. Dieses Mineral baut Gesteine von sehr transparenter und durchscheinender Struktur auf, was ihnen, neben der blumenartigen Ornamentierung, verbunden mit den unterschiedlichsten Farbpigmenten von weiß, gelb, rot über blau bis zu verschiedenen Grüntönen, einen einzigartigen Zauber verleiht. Es gibt weltweit nur ganz wenige abbauwürdige Fundstätten, die aber oft ein geringes Volumen haben, so dass größere Platten aus einem solchen Material mit Recht als einzigartige Solitäre bezeichnet werden dürfen.

Auch die Travertine gehören zu den Kalksteinen. Aufgrund ihrer ganz eigenen Entstehungsweise, oft im Zusammenhang mit Vulkanismus, ist diese Art aufgebaut wie ein Schwamm. Durchzogen von einem Netz von feinsten Kanälen und Gängen könnte man durch die aufgeschnittenen Platten hindurch sehen, wären sie nicht von vornherein einseitig gespachtelt. Hierzu wird von der Steinindustrie der jeweilige Schleifstaub verwendet. Nur so sind die unverwechselbar beige oder ziegelrot gebänderten Platten (römischer oder persischer Travertin, neben vielen anderen) als Tischplatten einsetzbar. Um für eine solch einzigartige offenporige Steinoberfläche einen angemessenen Schutz zu erhalten, werden die Travertine, im Unterschied zu fast allen anderen Steinen, von unserem Haus mit einer speziellen Lackimprägnierung geschützt.

Sandsteine zählen auch zu den Ablagerungsgesteinen, bestehen aber im Unterschied zu den Kalksteinen hauptsächlich aus quarzhaltigen Sanden. Man findet sie fast überall auf der Erde, in unterschiedlichen Korngrößen und ganz verschiedenen Farbstellungen. Sie sind analog zu den Kalksteinen nicht einer Metamorphose unterzogen worden, also durch hohen Druck und Temperatur in eine neue Gesteinsart verwandelt, sondern hoch verdichtet und verzementiert. Sie haben daher meist eine offenporige, sandig anzufühlende Oberfläche und lassen sich nicht polieren. Sie werden werkseitig wie alle anderen Steine mit einer speziellen Öl- Wachsemulsion (Steinschutz SS1) geschützt und dürfen daher auch nicht mit der sonst üblichen Steinpflege SP1 aufpoliert werden.



Allgemeine Pflegeanleitung
  • Alle oben aufgeführten Arten gehören zu den Weichgesteinen. Sie lassen sich ungleich leichter als z.B. Granite verkratzen. Vorsicht also besonders bei den harten Rändern von Keramikgeschirr - hier bitte Untersetzer verwenden.
  • Für die Marmore gilt: Vorsicht bei Säuren aller Art (Säfte, Wein, Kohlensäure!!). Die Oberfläche wird angegriffen, die Säure löst den Kalk auf und beschädigt die Politur. Sie kann nur durch fachgerechtes Polieren wieder instand gesetzt werden. Achten Sie darauf, dass verschüttete Flüssigkeiten umgehend aufgewischt werden.
  • Alle Natursteine nehmen durch ihr kristallines Gefüge Flüssigkeiten auf und geben sie durch Verdunstung wieder an die Luft ab. Wasser verursacht deshalb vorübergehend einen dunkleren Fleck. Unsere Tischplatten sind aus diesem Grund mit speziellen Wachsen vorbehandelt, die diese Eigenschaft verzögern und somit eine unkomplizierte Pflege ermöglichen. In Abhängigkeit von der Nutzung und den Putzgewohnheiten sollte bei polierten Oberflächen diese Prophylaxe mit Politurwachs regelmäßig, mindestens jedoch alle 3 Monate durchgeführt werden. Entsprechende Steinpflegemittel (Draenert Steinpflege SP1) finden Sie in unserer Produktreihe, die Sie über Ihr Einrichtungshaus erhalten können.
  • Sollten nun doch einmal hartnäckige Flecken entstanden sein, z. B. durch farbige Flüssigkeiten, so hilft kräftiges Nachwässern mit einem nassen Schwamm über Nacht. Dadurch werden die Farbpartikel in die tieferen Steinschichten gespült und die Platte erhält wieder ihr vorheriges Aussehen. Anschließend empfiehlt es sich, die Oberfläche mit der Draenert Steinpflege aufzufrischen.
  • Vorsicht allerdings bei Fettflecken oder Flecke durch synthetische Substanzen (Tinte, Filzstift o. ä. ). In solchen Fällen wenden Sie sich bitte an Ihr Einrichtungshaus oder direkt an uns. Wir bieten hierfür die Steinreinigungsmittel Grundreiniger (Draenert SR1), und Fleckstopp (Draenert SS1) an. Draenert Fettreiniger darf bei allen kalkhaltigen Steinen nicht eingesetzt werden!
  • Für alle Sandsteine und matten/rauen Oberflächen gilt, dass hierfür zur regelmäßigen Pflege nur das Fleckstopp-Mittel (Draenert SS1) verwendet werden darf, die Steinpflege (Draenert SP1) als Hartwachs verursacht auf diesem Grund Schlierenbildung.
  • Bei den wenigen lackierten Travertin- und Kalksteinoberflächen genügt ein Abwischen mit einem weichen feuchten Tuch. Hier dürfen die üblichen Steinpflegemittel nicht verwendet werden!
  • Beim Transport eines Steintisches innerhalb der Wohnung sollten Sie das Gewicht nicht an den überstehenden Plattenrändern tragen. Eine Beschädigung der Platte ist hier denkbar. Verwenden Sie hierfür Tragehölzer, die unter die Unterkonstruktion greifen.


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