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Detail Platte
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Breccia Pernice

Die Nahaufnahme der jeweiligen Steinsorte gibt ein relativ getreues Abbild der Kristallstruktur und der Farbstellung (bei Bildplatten nur eingeschränkt) wieder. Bei genauen Farbabstimmungen bitte immer ein Originalmuster des Einrichtungshauses zu Grunde legen.

Petrographie

Diese Kalkbrekzie hat ihren Namen, weil sie an das Gefieder eines Rebhuhns erinnern soll. Sie besteht ausschließlich aus stark zerütteten, kantigen Kalkstein-Komponenten. Die unterschiedliche Konzentration von Eisenhydroxid bewirkt das Zustandekommen diverser Braun- und Orangetönen. Auch das natürliche Bindemittel in den netzartigen Verwachsungen der Bruchstücke besteht aus hellem, gelb bis weißem Calcit. Es gibt unterschiedliche Varianten dieser Steinsorte hinsichtlich der Farbstellung und der Größe und Anordnung der Bruchstücke. 

Petrogenese

Kalksteine wie dieser entstehen durch Ablagerung von Kalkschlamm am Meeresboden. Zumeist waren auch kalkschalige Organismen am Aufbau beteiligt. Durch den Druck überlagernder Deckschichten und die Beteiligung kalkigen Bindemittels entstand daraus ein festes Gestein. In diesem Falle kam es jedoch nachträglich zu tektonischen Spannungen in der Erdkruste. Entlang von Verwerfungen zerbrach das Gestein in viele kantige Bruchstücke. Im Laufe der Zeit jedoch verheilten die Brüche durch eingelagerten Calcit. Man spricht hier von einer tektonischen Brekzie. Feine, teils fühlbare Risslinien sind bis heute Zeichen dieser Entstehungsgeschichte.

Härtegrad Weichgestein
Strukturtyp Bildplatte mit Maserung
Synonyme Breccia Fumane
Gruppe Sedimentgesteine
Petrographische Zuordnung Kalkstein-Kalkbrekzie
Alter ca. 5-23 Mio. Jahre untere Jura
Farbgebende Minerale orange-braun: durch Eisenhydroxid (FeOOH) eingefärbter Calcit weiß: reiner, kristalliner Calcit
Durchschnittlicher Härtegrad ca. 3 (nach Mohs’scher Härteskala 1-10)
Vorkommen Monte Pastello bei Fumane/bei Verona/Italien