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New Imperial Red

Die Nahaufnahme der jeweiligen Steinsorte gibt ein relativ getreues Abbild der Kristallstruktur und der Farbstellung (bei Bildplatten nur eingeschränkt) wieder. Bei genauen Farbabstimmungen bitte immer ein Originalmuster des Einrichtungshauses zu Grunde legen.

Petrographie

Mittelkörniger Granit, der zu 80-85% aus hochrotem Alkali-Feldspat besteht. Daneben kommen untergeordnet dunkelgrau-transparenter Quarz und sehr wenig schwarzer Biotit-Glimmer vor. Solche Granite heißen Alkalifeldspatgranite und sind fast immer kräftig rot. Sie besitzen sehr wenig oder keinen schwarzen Biotit, weil das gesamte Eisen für den Hämatit (Eisenerz) verbraucht wurde, der die Rotfärbung der Feldspäte verursacht. Einzelne Feldspatkristalle erscheinen nur rosafarben aufgrund eines geringeren Hämatitanteiles. 

Petrogenese

Der New Imperial Red entstand wie zahlreiche andere indische Hartgesteine während des Präkambium, als großvolumige Magmakomplexe granitischer Zusammensetzung in die Erdkruste intrudierten und dort erstarrten. Viele dieser Plutonite wurden in Randbereichen wieder aufgeschmolzen und zu sog. Migmatiten (Mischgneisen) wie z. B. Paradiso oder Multicolor durchgemischt. Nicht so im Vorkommen des New Imperial Red, der gleichmäßig auskristallisierte und durch Tektonik im höheren Erdkrustenniveau verblieb und keiner Metamorphose mehr unterlag. Das Gestein kann heute, freigewittert, im Tagebau gewonnen werden.

Härtegrad Hartgestein
Strukturtyp Homogene Struktur
Synonyme Indian Imperial Red
Gruppe Tiefengesteine - Plutonite
Petrographische Zuordnung Granit
Alter 800 Mio. Jahre (Präkambrium)
Farbgebende Minerale hochroter Alkali-Feldspat, grau-transparenter Quarz, schwarzer Biotit
Durchschnittlicher Härtegrad 7 (nach Mohs'scher Härteskala 1-10)
Vorkommen Indien, Bangalore, Nähe Ilhal