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Rosa Norvegia

Die Nahaufnahme der jeweiligen Steinsorte gibt ein relativ getreues Abbild der Kristallstruktur und der Farbstellung (bei Bildplatten nur eingeschränkt) wieder. Bei genauen Farbabstimmungen bitte immer ein Originalmuster des Einrichtungshauses zu Grunde legen.

Petrographie

Ein unverwechselbares Gestein von eigenartiger Schönheit. Im Wesentlichen besteht es aus drei Komponenten, die sich mit erstaunlicher Gleichmäßigkeit über weite Strecken hinziehen:
a) lachsrote bis blassrosa Partien von mittelkörnigem Calcit in Form von kleineren Linsen oder längeren Streifen (bis 30 cm bei max. 7 cm Breite). 
b) weiße gerundete Klasten aus feinkörnigem Dolomit durchschnittlich nur 3-10 cm lang. 
c) graue bis grünliche, oft rissige Schlieren aus Hellglimmer (Muskovit, Phengit, wohl auch Phlogopit) und basischen Silikaten (in der Hauptsache Diopsid und Vesuvian) zwischen den Partien von a) und b), eine milde, häufig verschwommene Grenze bildend. 

Petrogenese

Der Norvegian Rose entstand durch Metamorphose (Gesteinsumbildung) aus einem magnesiumreichen und schwach eisenhaltigen Kalksteinmassiv. Durch tektonische Erdkrustenbewegung gelangte das Ursprungsgestein in größere Tiefen und wurde unter Druck und Temperatur im Laufe von Jahrmillionen zur Marmor umgewandelt. Seine Textur deutet darauf hin, dass es sich beim Ausgangsgestein um ein Kalk-Konglomerat handelte, dessen Trümmer durch den Druck innerhalb der Erdkruste deformiert und parallel-flaserig angeordnet wurde.

Härtegrad Weichgestein
Strukturtyp Bildplatte mit Maserung
Synonyme Furuli Rose, Norvegian Rose, Schwedischer Marmor
Gruppe Metamorphite
Petrographische Zuordnung Marmor
Alter 450 Mio. Jahre (Kambrium)
Farbgebende Minerale weißer Dolomit, rosafarbener Calcit, grünliche Schlieren aus Muscovit, Phengit
Durchschnittlicher Härtegrad 3 (nach Mohs'scher Härteskala 1-10) / Weichgestein
Vorkommen Umgebung von Fauske, in der Landschaft Salten, Norwegen