Trani - Stein - Materialien - Draenert
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Trani

Die Nahaufnahme der jeweiligen Steinsorte gibt ein relativ getreues Abbild der Kristallstruktur und der Farbstellung (bei Bildplatten nur eingeschränkt) wieder. Bei genauen Farbabstimmungen bitte immer ein Originalmuster des Einrichtungshauses zu Grunde legen.

Petrographie

Feinstkörniger, kompakter, beigerosa- bis cremerosafarbener Kalkstein aus der süditalienischen Natursteinregion Trani-Bari. Charakteristisch sind die welligen bis zackigen, aber weitgehend parallel verlaufenden rosabraunen Tonadern, die sog. Stylolithen. Diese sind teilweise calcitisiert und daher polierfähig, so dass der Lichteinfall auf der Fläche gleichmäßig reflektiert wird. Quer dazu verlaufen wenige, transparente oder weiße Calcitadern, bei denen es sich um geheilte Schrumpfungsrisse handelt. Fossilieneinschlüsse sind selten erkennbar. Gelegentlich treten weiße, rundliche Algenfragmente auf. Der Trani zeigt zahlreiche deutlich ausgeprägte Bankungen, wodurch Variationen in Farbe und Struktur auftreten. 

Petrogenese

Während des Erdmittelalters gelangten in Teilen des damaligen Mittelmeeres Kalkschlämme und Tonpartikel zur Ablagerung. Diese wurden im Laufe von Jahrmillionen diagenetisch verfestigt. Die Diagenese geschieht im Wesentlichen durch Zementation mit Kalkspat und kann bereits während der Ablagerung oder in verschiedenen Zeitabschnitten danach erfolgen. Im Wasser gelöster Kalk wird um die Partikel abgeschieden und verbindet diese miteinander. Die Zementation kann bis zur völligen Porenfreiheit führen und Setzungsrisse und kleine Klüfte in Form weißer oder transparenter Calcitadern ausheilen. Wirkt im Laufe der weiteren Petrogenese des Kalksediments der Gebirgsdruck auf die stofflich unterschiedlichen Komponenten Ton und Kalk, so wird der Tonanteil im Kalkgestein schichtparallel zu dünnen Bändern zusammen geschoben.

Härtegrad Weichgestein
Strukturtyp Homogene Struktur
Synonyme Trani Fiorito, Fiorito Adriatico
Gruppe Sedimentgestein
Petrographische Zuordnung Kalkstein
Alter 140 Mio. Jahre (Kreide)
Farbgebende Minerale durch Limonit beige eingefärbter Calcit, Spuren von Dolomit und Quarz, braune tonige Einläufe
Durchschnittlicher Härtegrad 3 (nach Mohs'scher Härteskala 1-10)
Vorkommen Italien, Apulien, Nähe Bari