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Andeer

Die Nahaufnahme der jeweiligen Steinsorte gibt ein relativ getreues Abbild der Kristallstruktur und der Farbstellung (bei Bildplatten nur eingeschränkt) wieder. Bei genauen Farbabstimmungen bitte immer ein Originalmuster des Einrichtungshauses zu Grunde legen.

Petrographie

Der Andeer Orthogneis besitzt einen grünen bis grünweiß-grauen Grundton und zeigt eine stark geflaserte bis geschieferte Struktur. Die angedeutete Feinbänderung entsteht durch die vorwiegend parallele Anordnung der länglichen bis ellipsoiden Phengit- und Chloritminerale. Bei Phengit handelt es sich um einen grünen Glimmer, bei Chlorit um ein grünes Magnesiumsilikat. Quarz tritt hellgrau-transparent in Form deutlich erkennbarer Einzelkristalle auf. Andeer wird seit Jahrhunderten verarbeitet und zählt zu den bekanntesten Natursteinen der Stein. 

Petrogenese

Unterliegen granitische Urgesteine der Metamorphose, so entstehen Orthogneise. Durch sehr hohe Druckbeanspruchung aus bestimmten Richtungen bilden sich ausgelängte, flaserig-ellipsoide Kristallformen, so dass ein richtungsorientiertes Korbgefüge entsteht.

Härtegrad Hartgestein
Strukturtyp Homogene Struktur
Synonyme ggf. Flame Creek
Gruppe Umwandlungsgesteine - Metamorphite
Petrographische Zuordnung Gneis - Orthogneis
Alter 250 Mio. Jahre (Perm)
Farbgebende Minerale hellgrauer-transparenter Quarz, weißer Feldspat, grüner
Durchschnittlicher Härtegrad 7 (nach Mohs'scher Härteskala 1-10)
Vorkommen Schweiz, Kanton Graubünden in der Nähe von Andeer