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Carrara

Die Nahaufnahme der jeweiligen Steinsorte gibt ein relativ getreues Abbild der Kristallstruktur und der Farbstellung (bei Bildplatten nur eingeschränkt) wieder. Bei genauen Farbabstimmungen bitte immer ein Originalmuster des Einrichtungshauses zu Grunde legen.

Petrographie

Weißgrauer Marmor mit einer Korngröße von 0,5 mm. Anreicherungen von Graphit durchziehen das Gestein in Form von grauen Adern, Punkten und Wolken. Wegen seiner Homogenität und Kristallstruktur ist dieser Naturwerkstein sehr gut polierfähig. In der polierten Oberfläche sind kleine kraterartige Poren (Tarolli) möglich, offene Gasblasen, die die gesamte Steinstruktur durchziehen. Auch feine Verwerfungsrisse gehören zum Erscheinungsbild. In den Apuanischen Bergen um Carrara werden in über 1000 Steinbrüchen Marmortypen in unterschiedlichen Helligkeitsgraden und Struktur gefördert. 

Petrogenese

Der Carrara-Marmor entstand durch Metamorphose aus einem Kalkstein mit Einschlüssen von organischen Bestandteilen (abgestorbene Tiere und Pflanzenreste). Durch tektonische Erdkrustenbewegungen gelangte das Kalkstein-Massiv in größere Tiefe und wurde unter Druck- und Temperatureinfluss im Laufe der Jahrmillionen zu Marmor umkristallisiert.

Härtegrad Weichgestein
Strukturtyp Homogene Struktur
Synonyme Bianco Carrara, Bianca Carrara, Branco Carrara, White Carrara
Gruppe Metamorphite
Petrographische Zuordnung Marmor
Alter 140 Mio. Jahre (Jura)
Farbgebende Minerale weißer Calcit, grau-schwarzer Graphit
Durchschnittlicher Härtegrad 3 (nach Mohs'scher Härteskala 1-10) / Weichgestein
Vorkommen Italien - in den Apuanischen Alpen in der Nähe der Stadt Carrara