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Detail Platte
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Porto Rose

Die Nahaufnahme der jeweiligen Steinsorte gibt ein relativ getreues Abbild der Kristallstruktur und der Farbstellung (bei Bildplatten nur eingeschränkt) wieder. Bei genauen Farbabstimmungen bitte immer ein Originalmuster des Einrichtungshauses zu Grunde legen.

Petrographie

Tiefschwarzer Migmatit mit 30% Quarz-, 45% Feldspat-, 20% Biotit- und 5% Muskovitanteil. Das durch den hohen Biotitanteil schwarze Grundkristallin wird von grauweißen Quarzadern und orange bis roten Feldspatschlieren durchzogen die für die unverwechselbare Charakteristik dieses Gesteines verantwortlich sind. In der Fläche sind vereinzelt feine Schuppen des hellglänzenden Muskowitglimmers erkennbar. 

Petrogenese

Bei einem migmatischen Gestein kommen zwei Gesteinstypen als Ausgangsmaterial zusammen, ein Sedimentgestein und ein Tiefengestein. Beide werden im Zusammenhang tektonischer Verschiebungen in der Erdkruste von der Metamorphose erfasst und durch Druck und Hitze in großer Tiefe vermischt und zu einem neuen Gestein umgeformt. Kennzeichen ist ein Wechsel von dunklen und helleren Zonen. Der dunklere Anteil (Melanosom) entstammt dem Sediment und ist meist mit viel Biotit angereichert, der hellere Teil (Leukosom) besteht vorwiegend aus Feldspäten mit roter bis gelblicher Färbung. Hierbei handelt es sich um ursprüngliches Magma. Diese Steingruppe fällt durch ihre lebhaften und meist farbintensiven Zeichnungen auf.

Härtegrad Hartgestein
Strukturtyp Bildplatte mit Maserung
Synonyme Nero Porto Rosa
Gruppe Metamorphite
Petrographische Zuordnung Gneis - Migmatit
Alter 600 Mio. Jahre (Präkambrium)
Farbgebende Minerale weiß-transparenter Quarz, rosa Feldspat, schwarzer Biotit
Durchschnittlicher Härtegrad 7 (nach Mohs'scher Härteskala 1-10)
Vorkommen Brasilien, Espirito Santo, Minas Gerais