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Travertin Römisch

Die Nahaufnahme der jeweiligen Steinsorte gibt ein relativ getreues Abbild der Kristallstruktur und der Farbstellung (bei Bildplatten nur eingeschränkt) wieder. Bei genauen Farbabstimmungen bitte immer ein Originalmuster des Einrichtungshauses zu Grunde legen.

Travertin gehört zu den ganz wenigen Steinen, die aufgrund ihrer extremen Saugfähigkeit mit einem speziellen Steinschutz lackiert werden. Die Oberfläche erhält dadurch einen feinen Seidenglanz.  Die Gebrauchseigenschaften entsprechen denen einer lackierten Holzoberfläche.

Petrographie

Travertine sind poröse, lagige Kalksteine, die sich in Binnengewässern (Quellen, Flüssen, Süßwasserseen) abgelagert haben. Das bekannteste und größte Travertin-Vorkommen liegt zwischen Bagni di Tivoli und Guidonia westlich von Rom. Der Typ Romano Classico ist ein hell- bis mittelbrauner, lichter Travertin mit angedeuteter Bänderung. Runde bis ovale Löcher finden sich lagig aneinandergereiht, entstanden durch Umkrustungen von Wasserpflanzen.

Petrogenese

Travertine sind Süßwasserkalke, sie entstehen durch Abscheidung von Kalk aus mineral-haltigem Wasser an Pflanzenteilen und auf dem Gewässergrund. Sie sind erdgeschichtlich junge Formationen mit Mächtigkeiten von bis zu 30 m. Die unteren Schichten werden durch Überlagerungsdruck der jüngeren Schichten so stark verdichtet, dass kaum noch Poren erhalten bleiben und sie schließlich in dichten Kalkstein übergehen, als Ausgangsgestein für kristallinen metamorphen Marmor.

Härtegrad Weichgestein
Strukturtyp Homogene Struktur
Synonyme Roma Classico, Roma Tiburtinus, Travertino Classico
Gruppe Ablagerungsgestein (Sediment)
Petrographische Zuordnung Kalkstein
Alter 1 Mio. Jahre (Quartär)
Farbgebende Minerale Kalk
Durchschnittlicher Härtegrad 3 (nach Mohs’scher Härteskala 1-10)
Vorkommen Italien / Nähe Tivoli bei Rom