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Thassos

Die Nahaufnahme der jeweiligen Steinsorte gibt ein relativ getreues Abbild der Kristallstruktur und der Farbstellung (bei Bildplatten nur eingeschränkt) wieder. Bei genauen Farbabstimmungen bitte immer ein Originalmuster des Einrichtungshauses zu Grunde legen.

Petrographie

Gleichmäßig rein weißer Marmor weitestgehend ohne jegliche Schlieren und Einschlüsse. Die einzelnen, bis zu 2 mm großen Calcitkristalle sind durch ihre Lichtreflexion deutlich zu erkennen. Der Thassos zählt zu den weißesten Marmoren der Erde, kann jedoch in rein weißer Form nicht in großen Blöcken gewonnen werden, da Klüfte und Farbunreinheiten die Blockgröße begrenzen. Reste der verheilten Störungszonen zeichnen sich bisweilen eine zarte Linien quer über die Fläche ab. 

Petrogenese

Der Marmor auf der griechischen Insel Thassos entstand durch Metamorphose aus einem reinen Kalkstein-Massiv während des Erdaltertums. Ein ursprüngliches Kalkgebirge in Südost-Griechenland gelangte durch Erdkrustenbewegungen in größere Erdtiefen und wurde im Laufe von Jahrmillionen unter dem Einfluss von Druck und Temperatur zu rein weißem Marmor umkristallisiert.

Härtegrad Weichgestein
Strukturtyp Homogene Struktur
Synonyme Marble of Thassos, Thasischer Marmor
Gruppe Metamorphite
Petrographische Zuordnung Marmor
Alter 500 Mio. Jahre ( Silur-Kambrium)
Farbgebende Minerale weißer Calcit, selten gelbliche Pyrit-Einsprenglinge
Durchschnittlicher Härtegrad 3 (nach Mohs'scher Härteskala 1-10)
Vorkommen Griechenland - im Nordosten der Insel Thassos